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Ein Arbeitstag mit der Shapecrew – Office with a view

Ein Arbeitstag mit der Shapecrew – Office with a view

Viele Shredheads verwirklichen sich mit dem Beruf des Shapers den Traum vom „Office with a view“ in den Bergen. Doch was steckt alles hinter der Arbeit im Park? Wir haben mit der Shapecrew des Diedamspark gesprochen und sie bei einem Arbeitstag begleitet.

Es ist 6:30 Uhr in der Früh. Langsam aber sicher füllen sich die Fenster der Shaper-Hütte mit Licht. Viel Zeit bleibt den 6 Jungs nicht mehr bevor es auf den Berg geht. Noch schnell ein Kaffee und ein kleiner Snack, dann geht es los.

Die ganze Nacht hat es durchgeschneit und den Ort mit einer fetten Schicht Pow verdeckt. Was das für den Park bedeutet, werden die Jungs erst oben auf dem Berg erfahren. Sie müssen für alles gerüstet sein, denn viel Neuschnee ist immer gleichbedeutend mit viel Arbeit!

Mit der Gondel „Diedamskopf I“ und „Diedamskopf II“ geht es auf den Gipfel. Oben im Park angekommen werden sie von guten News erwartet. Durch den starken Wind sind die Obstacles nur zum Teil eingeschneit. „Das war diese Saison schon anders!“ erläutert Moritz Weber, Parkdesigner des Diedamsparks. Er erzählt von komplett eingeschneiten Park-Features, die, wie nach einer Lawine, erst geortet und dann komplett ausgegraben werden mussten. Oft ist ein kompletter Neubau des Parks dabei unumgänglich.

Jetzt bloß keine Zeit verlieren und ran an die Tools! Die Crew startet mit dem Morgencheck inklusive Kontrollfahrt. Normalerweise ist dieser auf 8:00 Uhr angesetzt, doch aufgrund der vielen Schneemassen startet dieser schon eine Viertel Stunde früher. Alles beginnt mit einer Befahrbarkeitskontrolle. Hierbei wird jedes einzelne Obstacle auf seine Befahrbarkeit und eventuelle Gefahrenquellen untersucht. Dabei werden Eingänge und Ausgänge mit Zäunen abgesteckt. – Safety first!

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Der Park sollte jeden Tag zwischen 9:00 Uhr und 9:30 Uhr geöffnet werden. Dies kann sich im Falle von Neuschnee auch auf den Mittag verschieben. „Wir hatten auch schon das Problem, dass zu viel Dump auf den Features lag, sodass eine Öffnung des Parks unmöglich war, da wir mehrere Tage mit dem Freischaufeln beschäftigt waren und durch erneute Schneeschauer immer wieder Rückschläge erlitten“, so Moritz. In solchen Extremsituationen kann ein Arbeitstag schon einmal 13 bis 14 Stunden dauern. Dabei sind Teamwork und Durchhaltevermögen besonders gefragt! Ab und an kommt es jedoch nicht einmal zum Freischaufeln, da es unmöglich ist, den Playground zu betreten. Dann wird auf der Shaperhütte ausgeharrt und die Zeit mit Spielen, Serien, Kochen und Musik totgeschlagen bis die Crew das „Go“ von den Bergbahnen bekommt.

Gegen 13:00 Uhr wird ein Mittagscheck gemacht. Die ersten Lines des Tages haben ihre Spuren im Park hinterlassen. Erneut werden alle Features nach Gefahrenquellen kontrolliert und gegebenenfalls nachgeshapet. Dabei liegt der Fokus auf Ein- und Ausgängen. Die Sicherheit der Rider im Park hat höchste Priorität, was auch manchmal bedeutet, den Park schließen zu müssen und den ein oder anderen bösen Blick der Rider zu kassieren. „Die meisten Rider haben dafür Verständnis. Durch jahrelange Erfahrung auf dem Board wissen sie meist selbst, wie schnell es zu unkontrollierten Slams aufgrund von Mängeln im Park und auf der Piste kommen kann“, stellt Moritz klar.

Ab 16:00 Uhr werden die Pforten des Diedamsparks geschlossen – die Hauptarbeitszeit der Shaper hat begonnen! Über Mittag sind die meisten Shredheads im Park anzutreffen und somit sind in Verbindung mit der Mittagssonne ordentlich Spuren an und um den Features zu sehen. Die Shaper füllen Takeoffs und Landings auf und sorgen dafür, dass der Park am Ende des Tages sauber und schön verlassen wird. So ersparen sich die Jungsselbst unnötigen Stress am nächsten Morgen. Gegen 17:00 Uhr wird nach einem harten Arbeitstag die Talabfahrt Richtung Zuhause genommen.

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Je nach Zustand des Parks werden aber auch die Stirnlampen ausgepackt und angeknipst um während einer Extraschicht für ausreichend Sicht zu sorgen. „Oftmals sind Night Sessions die magischsten Momente beim Shapen. Man hat das komplette Skigebiet für sich und kann sich voll und ganz auf die Arbeit im Team konzentrieren. Dabei lernt man den Berg auf eine völlig neue Art und Weise kennen. Es gibt in diesem Moment nur die Crew und den Berg.“

Am Ende eines harten Arbeitstages sitzt die Crew oft noch gemeinsam bei einem Bier auf der Hütte und lässt den Tag Revue passieren. Die gemeinsame Arbeit am Berg und das gemeinsame Ziel, einen fetten Playground auf die Beine zu stellen, schweißen zusammen. Die Arbeit in Verbindung mit der Bergluft zeigt ihre Wirkung. Erschöpft aber glücklich zieht es die Shaper auf ihre Zimmer. Gegen Mitternacht erlischt dann auch das letzte Licht im Haus. Morgen wartet ein neuer Tag voller Challenges, Action und epischer Momente!

Du hast Blut geleckt und sehnst dich auch nach einem Job an der frischen Luft und vor atemberaubenden Panoramen? Du lebst für das Shredden und möchtest am liebsten 24/7 am Berg sein? Informationen und weitere Impressionen zum Job des Shapers findest du hier und auf Facebook! Für News, Pics und Edits zum Park  bist du auf der Facebook-Page des Parks genau richtig!

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