FREERIDE

Allgemein

Wer Gigi Rüf schon einmal in einem Film der Absinthe Movie Production oder der Pirates gesehen hat, dem wird klar, dass es auf seinem Hausberg, dem Diedamskopf, wohl auch die eine oder andere Möglichkeit zum Powdern gibt!

Mehr als das, der Diedamskopf ist sogar ein Freeridegebiet allererster Güte!
Neben steilen Shoots und Rinnen findet man hier auch jede Menge erstklassige Spots für Powderkicker.

Ein Klassiker sind die Runs in der Mulde am Krüzlilift! Mehr konkrete Tipps werden hier aus Respekt vor den Locals nicht verraten. Selbst discovern macht aber sowieso mehr Spaß!

Freeriding am Diedamskopf bedeutet neben der Tatsache, dass es zu den schönsten Dingen auf dieser Welt gehört, aber auch konkretes Risiko.
Auf Grund der Steilheit des Geländes sind besonders die aktuellen Lawinenwarnstufen zu beachten!
Gesperrte Hänge dürfen zur eigenen Sicherheit nicht befahren werden (Lawinen werden abgesprengt!).

Das gesamte Waldgebiet unterhalb des Skigebietes, ist als Wald- und Wildschutzzone ausgewiesen. (Siehe Panoramakarten und Pistenpläne!) Dazu bestehen im Gebiet Neuhornbach und bei der Waldabfahrt Sperrgebiete. Wer dort dabei erwischt wird, das Wild zu verschrecken und junge Bäume zu köpfen, ist sein Liftticket los und wird nach dem Forstgesetz angezeigt!
Achtung, das kann teuer werden!


Respektiere also die Natur und deine persönlichen Grenzen!

 

Ausrüstung

So schön Freeriding ist, so gefährlich ist es leider auch - Lawinengefahr ist allgegenwärtig. Wenn du abseits der gesicherten Pisten unterwegs bist, brauchst du minderstens einen Kollegen, der dir im Notfall auch helfen kann und 3 Ausrüstungsgegenstände, sowie den geübten Umgang damit!

Lawinensuchgerat

Das "Lawinenverschüttetensuchgerät" funktioniert wie ein Peilsender, der es möglich macht, einen Verschütteten unter der Lawine ausfindig zu machen. Der "Pieps" ist mittlerweile auf einem hohen technischen, aber vor allem bedienerfreundlichen Level angelangt! Mehrere Anbieter verkaufen seit einigen Jahren Geräte mit digitaler Richtungsanzeige, was das Suchen und Finden vermeintlich leichter macht! Ohne regelmäßiges Suchtraining hat man aber auch damit kaum eine Chance, den Verschütteten rechtzeitig ausfindig zu machen!


Sonde

Sonden sind im Handel als Teleskopstangen in Längen rund um 2 Meter erhältlich. Sie sind zur genauen Ortung des Verschütteten notwendig. Liegt dieser nämlich tiefer als einige Zentimeter unter der Oberfläche, ist das Ergebnis des LVS zu ungenau!





Lawinenschaufel

Wer glaubt, einen Verschütteten mit dem Snowboard oder gar den bloßen Händen ausgraben zu können, der irrt sich gewaltig! Lawinenschnee ist meistens extrem komprimiert und nicht selten so richtig hart! Aus diesem Grund sind Schaufeln mit einem Metallblatt auch welchen aus Kunststoff zu bevorzugen! Lawinenschaufeln eignen sich übrigens auch bestens zum Bau von Powderkickern!




Lawinenwarnstufen

Den aktuellen Lawinenlagebericht findest du z.B. beim Lawinenwarndienst Vorarlberg  oder bei den Liftkassen.



Gefahrenstufe 1
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist allgemein nur bei großer Zusatzbelastung an vereinzelten Stellen im extremen Steilgelände möglich. Spontan sind nur Rutsche und kleine Lawinen möglich.
Auswirkungen für Schitouristen: Allgemein sichere Tourenverhältnisse.


Gefahrenstufe 2
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, sonst allgemein gut verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Große spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
Auswirkungen für Schitouristen: Unter Berücksichtigung lokaler Gefahrenstellen günstige Tourenverhältnisse.

Gefahrenstufe 3
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer
Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich.
Auswirkungen für Schitouristen: Schitouren erfordern lawinenkundiges Beurteilungsvermögen; Tourenmöglichkeiten eingeschränkt.

Gefahrenstufe 4
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an
zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen zu erwarten.
Auswirkungen für Schitouristen: Schitouren erfordern großes lawinenkundiges
Beurteilungsvermögen. Tourenmöglichkeiten stark eingeschränkt.


Gefahrenstufe 5
Schneedeckenstabilität: Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend instabil.
Lawinen-Auslösewahrscheinlichkeit: Spontan sind viele große Lawinen auch in mäßig steilemGeländezu erwarten.
Auswirkungen für Schitouristen: Schitouren und Variantenfahrten sind allgemein nicht möglich.


Informationen zu den Gefahrenstufen: Das lawinengefährliche Gelände ist im Lawinenlagebericht im Allgemeinen näher beschrieben (zB Höhenlage, Exposition, Geländeform).

Achtung: Seit 2003 gelten neue Definitionen bei den Zusatzbelastungen (groß: u.a. auch einzelner Alpinist; gering: u.a. auch Gruppe mit Entlastungsabständen), der Hangneigung und der Lawinengrößen.

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